Episode I: Rasant an den Bosporus

Hallo ihr Lieben,

Herzlich willkommen hier bei unserem kleinen Wilma-Newsletter. (Wilma heißt die gute alte blaue Dame, die uns sicher allzeit begleitet und beherbergt). 🌳🌲🚎🏔️🏖️
Hier gibt es von Zeit zu Zeit ein paar Bilder und einen Reisebericht von unserer 3-monatigen Reise an den Kaukasus. Wir hoffen ihr habt Freude daran uns zu begleiten. 

Die Willems 🧔🏻‍♂️👩🏼👧🏼👶🏼
Etwas holprig war unser Reisestart…2 Tage verspätet ging es am Sonntagmittag los, da Nora kurz krank wurde🤮😃 Naja, besser noch Zuhause als im Bus. Erster Stopp war der Blautopf in Blaubeuren, also gar nicht so weit entfernt 😄

Anschließend sind wir am ersten Tag und in der Nacht gleich bis nach Wien gefahren und mussten dort nach einer eiskalten Nacht auf einem Stellplatz für 2 Tage ins Hotel, da Maxi es Nora gleichtun wollte 🤮 Das war dann aber doch ganz gut, da es in Wien nur 6°C, Schneeregen und Sturm hatte ❄️ 


Maxi ging es aber sehr schnell besser, sodass sie es beim Ausflug auch gleich geschafft hat, unseren Rucksack mit allen Pässen in der Tram
stehen zu lassen…glücklicherweise haben wir eine Stunde später die gleiche Tram wiedergefunden und unseren Rucksack, etwas ungläubig, tatsächlich beim Fahrer in Empfang nehmen können 🤦🏼‍♀️🙄 ohne Pässe hätte unser außereuropäisches Reiseziel wohl ziemlich sicher nicht geklappt. 



Vom kurzen aber kräftigen Schock erholt, sind wir dann anschließend ziemlich viel gefahren. Die Kinder haben einfach gut mitgemacht und wir hatten Energie, um ein bisschen aufs Gaspedal zu drücken. Durch Ungarn, Serbien und Bulgarien wurde hauptsächlich bei Nacht durchgebraust, sodass wir 2 Tage nach der Abfahrt in Wien schon in Istanbul waren. Zwischendrin wurden aber natürlich auch ausgiebige Pausen eingelegt:


Einen längeren Stopp haben wir nur in Sofia gemacht und dort unsere ersten Sonnenstrahlen abgeholt.



Sonst war es eher unangenehm kalt (nachts um die 3°C). Vor allem für Paula und Sam, die ihm Hochdach schlafen, eine Herausforderung.

Wir waren dann doch überrascht wie schnell man mit einem alten Bus und 2 kleinen Kindern die europäische Außengrenze erreichen kann. Das ganze Prozedere an der Grenze ist man aber als europäische Familie nicht mehr gewohnt.


Auch der Moment als wir in Istanbul über den Bosporus auf den asiatischen Kontinent gefahren sind, war abgedreht und besonders. 


Istanbul selbst war natürlich chaotisch und laut und mit Kinderwagen und Scooter und keinem Meter durchgehendem Bürgersteig eine wahre Entspannung. Nächtliches Technokonzert neben dem Stellplatz inklusive 🙉 Wirklich toll war aber, dass ein Bekannter meines Bruders uns dort einen Tag umhergeführt hat und uns eine ganz andere Seite der Stadt gezeigt hat. Schöne Ausblicke, hippe Cafés, bombastisches Essen und die älteste Kaffeebar Istanbuls versteckt zwischen den Häusern einer Shoppingstraße. 


In Istanbul kamen wir auch zum ersten Mal in Kontakt mit anderen Campern und haben irgendwie gemerkt, dass unser Vorhaben doch vielleicht ein bisschen verrückter sein könnte, als wir dachten. Denn wir hatten mit Abstand den kleinsten und unluxuriösesten Camper, dafür aber die meisten und jüngsten Kinder… 🤔 wir kamen doch etwas ins Zweifeln, ob wir die Kälte und Nässe nicht etwas unterschätzt haben…aber was soll‘s… umkehren gibts nicht 🥶😂 Sonne im Herzen und so 🥰

Nach 2 Tagen in Istanbul und der ganzen Fahrerei haben wir es dann endlich in die Natur geschafft. Ein wunderschönes Fleckchen direkt am Schwarzen Meer…irgendwo im Nirgendwo, Sandstrand, weiße Klippen, von Paula geführte „Wanderungen“ durch Matsch und Büsche, manchmal Sonne, gemeinsame Abendessen mit einer dänischen Familie, Sandburgen bauen (Paula) und Sand essen (Nora), typisch türkische Müllberge und Streunerhunde am Strand, in Kälte und Regen unter der Markise sitzen, Einsamkeit und Ruhe ….und dann die allerschönste Belohnung…Delfine 🐬 … direkt vor unserer Tür. Einfach unbeschreiblich. 




Wenn man genau hin schaut sieht man die Delfine 😊:



Alles in allem macht uns das „on the road“-Sein richtig Spaß. Die Laune ist gut und man hat sogar Spaß dabei die Pausen zwischen den Fahrten auf 3 qm zu viert an irgendeiner Autobahnraststätte zu verbringen. Die Kinder sind super drauf und sind erstaunlicherweise sehr ausgeglichen. Wir haben ein bisschen Angst vor der Kälte die uns die nächsten Wochen erwarten soll, sind aber zu gespannt auf Georgien und Armenien als dass wir unser Reiseziel in wärmere Gegenden verlegen würden 🙂

So far so good, liebe Grüße aus der Ferne und bis zur nächsten Episode ❤️